iNUVERSUMM Logo

Veröffentlicht: 26.08.2026, 16:12:10

Mai-Käfer

Blog-Eintrag:

Einen Maikäfer habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, aber im Mai sind viele andere Käfer auf unserer Wiese zu finden.

Der Glänzende Blütenprachtkäfer gehört zur großen Familie der Schwarzkäfer. Männchen und Weibchen sind verschieden gefärbt. Männchen sind komplett grünmetallisch, bei Weibchen sind Kopf und Halsschild messingfarben oder rot. Die Käfer leben auf Streuobstwiesen und auf Wiesen mit angrenzendem Wald oder Gebüsch. Die Larven leben unter der Rinde der Zweige von Schlehen und Obstbäumen und verpuppen sich erst nach einigen Jahren. Der zweite Käfer gehört zu einer Gruppe sehr ähnlich aussehender kleiner dunkler Prachtkäfer, die sich häufig auf gelben Blüten aufhalten. Der Schweizer oder der Weißhaarige Eckschild-Prachtkäfer kommen in Frage, die Larven beider Arten leben unter der Rinde von Nadelbäumen, z. B. von Kiefern welche auf unserer Wiese stehen. Viele mitteleuropäische Prachtkäferarten sind bereits ausgestorben oder
stark gefährdet. Gründe sind die Zerstörung der Lebensräume und die
Beliebtheit der oft bunten, metallisch glänzenden Käfer bei Sammlern.n Deutschland sind Prachtkäfer geschützt.

Namensgebend für die Familie der Schnellkäfer ist ihr Sprungapparat, mit dessen Hilfe sie sich hochschnellen können. Die Larven werden Drahtwürmer genannt und leben im Boden oder in Totholz. Mausgraue Schnellkäfer leben auf Wiesen, in der niedrigen Vegetation von Waldrändern, auf Lichtungen und Feldern vom zeitigen Frühjahr bis in den August. Die Larven ernähren sich von Pflanzenwurzeln und räuberisch von anderen Insektenlarven und Würmern. Beim zweiten Käfer könnte es sich um einen Saatschnellkäfer handeln. Die Larven fressen an Wurzeln.

Weichkäfer und ihre Larven ernähren sich räuberisch von Insekten und die Larven leben am Boden.
Soldatenkäfer leben auf Wiesen und an Waldrändern. Wir können sie von Ende April bis August beobachten. Larven und Käfer nehmen auch pflanzliche Nahrung an. Der schwarze Fleck auf dem Halsschild ist rot umrandet und die Oberschenkel sind rot.

Rosenkäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer. Kupfer-Rosenkäfer werden auch Variable Rosenkäfer genannt, weil sie sehr verschieden gefärbt oder gezeichnet sein können. Sie sind von Goldglänzenden Rosenkäfern nur schwer unterscheidbar. Alle weiteren ähnlichen Arten sind selten, mehr oder weniger gefährdet und manche vom Aussterben bedroht. Die Käfer fressen Pollen und Blütenteile, den Saft von Bäumen oder an überreifen Früchten. Die Larven ernähren sich ausschließlich von verrottendem Holz und Pflanzenteilen. Gelegentlich leben Larven in Ameisenhaufen und verpuppen sich auch dort. Die Entwicklung zum Käfer dauert zwei Jahre. Einzigartig ist das Flugverhalten der Käfer: die Deckflügel können nicht geöffnet werden, das darunter liegende Flügelpaar wird durch eine Aussparung der Deckflügel hinter der Schulter entfaltet. Trauer-Rosenkäfer ernähren sich von Pollen. Die Tiere fliegen von Mai bis Juli und leben auf blütenreichen Wiesen. Sie legen ihre Eier einzeln in den Boden ab, die bis zu 3 Zentimeter großen Larven fressen dann an Pflanzenwurzeln. Alle Arten der Gattung Rosenkäfer sind in der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.

Aus benachbarten Gärten haben sich einige Weißpunktige Schwertlilienrüssler oder Irisrüssler aus der Familie der Rüsselkäfer auf unsere Wiese verirrt. Weibchen legen Eier fast ausschließlich in die jungen Früchte von Schwertlilien, welche auf der Wiese nicht vorkommen.

Ein Liebling unter den Käfern ist der Siebenpunkt-Marienkäfer. Die Käfer leben vom Frühjahr bis in den späten Herbst nahezu überall, wo Blatt- oder Schildläuse vorkommen. Die Weibchen legen zahlreiche Eier in der Nähe von Blattläusen ab. Die Larven fressen etwa 400 Blattläuse bis zur Verpuppung. Es bilden sich meistens zwei Generationen pro Jahr. Die zweite Generation überwintert in großer Zahl gemeinsam im Moos, Gras oder Laub. In Gebäuden sterben sie meistens wegen der trockenen Luft.

Der Zweifleckige Zipfelkäfer lebt vor allem auf Wiesen. Dort findet man die Käfer auf Blüten und Gräsern von deren Pollen sie sich ernähren. Die Larven leben am Boden in altem Holz, wo sie kleine Insekten jagen. Es gibt zwei sehr ähnliche, aber seltenere Arten.

 

 

Fotos:

Glänzender Blütenprachtkäfer, Männchen
Glänzender Blütenprachtkäfer, Männchen © Uwe Reese
Glänzender Blütenprachtkäfer, Weibchen (2025)
Glänzender Blütenprachtkäfer, Weibchen (2025) © Uwe Reese
Schweizer oder Weißhaariger Eckschild-Prachtkäfer
Schweizer oder Weißhaariger Eckschild-Prachtkäfer © Uwe Reese
Mausgrauer Schnellkäfer
Mausgrauer Schnellkäfer © Uwe Reese
Saatschnellkäfer (?)
Saatschnellkäfer (?) © Uwe Reese
Soldatenkäfer
Soldatenkäfer  © Uwe Reese
Kupfer-Rosenkäfer
Kupfer-Rosenkäfer © Uwe Reese
Trauer-Rosenkäfer
Trauer-Rosenkäfer © Uwe Reese
Irisrüssler
Irisrüssler  © Uwe Reese
Siebenpunkt-Marienkäfer
Siebenpunkt-Marienkäfer © Uwe Reese
Zweifleckiger Zipfelkäfer
Zweifleckiger Zipfelkäfer  © Uwe Reese