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Veröffentlicht: 26.08.2026, 19:50:59

Mai-Allerlei

Blog-Eintrag:

Die Gewöhnliche Strauchschrecke ernährt sich hauptsächlich räuberisch von kleinen Insekten wie Blattläusen. Sie fressen aber auch an Pflanzen, wie Löwenzahn, Labkräuter oder Brennnesseln und verstecken sich im hohen Gras oder klettern auf Bäume. Heuschrecken durchlaufen keine Metamorphose, Jungtiere (im Bild) sehen ausgewachsenen ähnlich.

Die Gebänderte Pelzbiene ist eine seltene und im Bestand gefährdete Pelzbiene (Rote Liste Kategorie 3). Es ist der erste Nachweis auf unserer Wiese. Pollenquellen sind bevorzugt Sonnenröschen, Schmetterlingsblütler und Lippenblütler.

Die Beerenwanze erkennt man u. a. an schwarz-weiß geringelten Fühlern. Neben Beeren saugt sie an Kräutern wie Disteln oder Königskerzen und saugt Blattläuse, Spinnmilben, kleine Raupen und fremde Insekteneier aus. Sie überwintert versteckt am Boden.

Die Purpur-Fruchtwanze ist von April bis September zu beobachten. Zu den Futterpflanzen zählen Doldenblütler und Korbblütler. Die Eier werden an der Blattoberseite verschiedener krautiger Pflanzen abgelegt. Sie ist schwer von der Nördlichen Fruchtwanze zu unterscheiden.

Zimtwanzen gehören zu den Glasflügelwanzen obwohl die Vorderflügel der Art nicht durchscheinend sind. Die Tiere saugen meist an Früchten und Samen von Korbblütlern und überwintern.

Die Hufeisen-Azurjungfer ist eine Art aus der Familie der Schlanklibellen und ist eine unserer häufigsten Kleinlibellen. Larven können sich in nahezu jedem Gewässer entwickeln und überwintern. Die Libellen schlüpfen zwischen Mai und August und haben eine Lebenserwartung von etwa vier Wochen. Der nahe Gondelteich macht unsere Wiese zum Jagdgebiet.

Die Gemeine Heidelibelle trägt der Kopf eine schwarze Stirnzeichnung, die sie sich an den Augen herunterzieht. Im Bild ist ein sehr früh geschlüpftes Exemplar zu sehen. Heidelibellen jagen oft weit entfernt von Gewässern.

Schnaken stechen nicht, ihre Mundwerkzeuge können menschliche Haut nicht durchdringen. Die Eiablage erfolgt mittels eines Legebohrers meist in feuchten Boden. Frühlingsschnaken fliegen von April bis Juni in nicht zu trockenen Lebensräumen. Die Schnaken saugen Pflanzennektar, die Larven leben im Boden und fressen an den Wurzeln verschiedener Gräser. 

Das Hornkraut-Tageulchen ist ein tagaktiver Eulenfalter und wurde erstmals auf unserer Wiese gefunden. Die Art ist auf ungedüngte, magere und während der Raupenzeit ungemähte Wiesen oder Gärten angewiesen. Wichtig ist Hornkraut und Sternmiere, beides wächst auf unserer Wiese reichlich. Düngung, häufige Mahd und landwirtschaftliche Intensivierung haben dazu geführt, dass die Art in einigen deutschen Bundesländern bereits als gefährdet eingestuft wird. 

Die Gefleckte Kuckuckshummel ist kaum von der Böhmischen Kuckuckshummel zu unterscheiden. Beide haben nur ein orangefarbenes Band auf dem Rumpf und parasitieren Erdhummeln.

 

 

Fotos:

Gewöhnliche Strauchschrecke (Nymphe)
Gewöhnliche Strauchschrecke (Nymphe) © UR
Gebänderte Pelzbiene
Gebänderte Pelzbiene © UR
Beerenwanze
Beerenwanze © UR
Purpur-Fruchtwanze
Purpur-Fruchtwanze © UR
Zimtwanze
Zimtwanze © UR
Hufeisen-Azurjungfer
Hufeisen-Azurjungfer © UR
Gemeine Heidelibelle
Gemeine Heidelibelle  © UR
Frühlingsschnake
Frühlingsschnake  © UR
Hornkraut-Tageulchen
Hornkraut-Tageulchen © UR
Gefleckte oder Böhmischen Kuckuckshummel
Gefleckte oder Böhmischen Kuckuckshummel © UR