Ameisensackkäfer besiedeln Lebensräume mit Vorkommen von Weiden, Schlehen, Weißdorn oder Kreuzdorn, deren Blätter die Käfer fressen. Sie fliegen von Mai bis August. Die Käfer bedecken die Eier mit Kotpartikeln und lassen sie in der Nähe von Ameisennestern fallen. Die Ameisen tragen die Klümpchen in das Nest. Larven leben von der Nahrung der Ameisenbrut, von Abfällen und vermutlich auch von der Brut. Erst nach zwei bis drei Jahren verlässt der fertige Käfer das Ameisennest.
Seidige oder Smaragd-Fallkäfer werden sechs bis acht Millimeter lang und glänzen goldmetallisch, wobei die Farbe je nach Lichteinfall und Exemplar von grün über violett bis blau variieren kann. Die zwei o. g. Arten lassen sich auf Fotos kaum sicher bestimmen, da sie nur durch winzige Details am Halsschild unterscheiden. Sie unterscheiden sich aber nicht in ihrer Lebensweise: Sie bewohnen sonnige, blütenreiche Wiesen und fliegen von Mai bis August. Die Käfer ernähren sich von Pollen und Nektar der Korbblütler. Larven fressen deren Blätter und stecken dabei in einem schützenden Mantel aus Kot. Die Verpuppung erfolgt im Boden. Fallkäfer lassen sich bei Gefahr von ihrem Sitz auf Blüten oder Blättern fallen – daher der Name.
Der Schwarznahtige Halsbock lebt auf waldnahen oder auf Streuobstwiesen. Weibchen haben eine breite schwarze Naht zwischen den Flügeldecken, Männchen schwarze Flügelenden. Erwachsene Tiere können von Mai bis September auf Blüten beobachtet werden. Die Larven fressen morsches Holz sowohl von Laub- als auch von Nadelbäumen. Sie entwickeln sich innerhalb von zwei Jahren.
Der Gelbflügelige Halsbock wird auch Kleiner Halsbock oder Bleicher Blütenbock genannt. Seine Larven entwickeln sich innerhalb von zwei Jahren im Boden. Sie sind dabei vom Myzel des auf naturnahen Wiesen häufigen Nelken-Schwindlings abhängig. Die Käfer fliegen von Mai bis Juli.
Der Braunrötliche Spitzdeckenbock ist wärmeliebend und nicht häufig. Käfer leben von Mai bis August auf blütenreichen Wiesen in der Nähe von Laubbäumen oder auf Streuobstwiesen und ernähren sich von Pollen. Weibchen legen die Eier einzeln in Ritzen abgestorbener Äste von Laubbäumen. Die Larven entwickeln sich im Holz und verpuppen sich im Frühling. Die Art ist auf der Roten Liste Sachsen mit Stufe drei als gefährdet genannt.
Echte Schenkelkäfer findet man von Mai bis August auf blütenreichen Wiesen und Brachflächen, an Waldrändern und auf Lichtungen. Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt und die Hinterschenkel der Männchen sind stark verdickt. Die erwachsenen Käfer ernähren sich vom Pollen verschiedener Blüten. Larven fressen Pflanzengewebe in dürren Stängeln, Wurzeln und verrottendes Pflanzenmaterial, verpuppen sich auf dem Boden im Laubstreu und überwintern dort.
Der Gemeine Schenkelkäfer gleicht in Lebensweise und Lebensraum dem Echten Schenkelkäfer. Im Unterschied zu diesen sind die Beine der Käfer einheitlich schwarz. Männchen haben ebenfalls verdickte Hinterschenkel.
Stachelkäfer sind von Mai bis September auf Blüten zu finden. Die Käfer ernähren sich von Pollen und Nektar, ihre Larven entwickeln sich im morschen Holz. Der Stachel dient der Eiablage in das Holz. Die zahlreichen Arten sind sehr variabel gezeichnet und auf Fotos kaum zu unterscheiden.









