Schon seit zwei Jahren haben Knautien-Sandbienen den Weg auf unsere Wiese gefunden. Grund ist der stabile und reichliche Bestand an Ackerwitwenblumen. Diese Biene bildet keine Kolonien und ist spezialisiert auf Pollen der Ackerwitwenblume und der Tauben-Skabiose. Sie ist in die Rote Liste gefährdeter Arten aufgenommen worden, weil sie durch Überdüngung, Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln, zu frühe Mahd von Wiesen mit Ackerwitwenblumen und die Konkurrenz mit Honigbienen gefährdet ist.
Kegelbienen sind Kuckucksbienen und haben ihren deutschen Namen nach der Kegelform des Hinterleibs der Weibchen. Die meisten Arten parasitieren Blattschneiderbienen. Die 12 in Deutschland lebenden Arten sind auf Fotos kaum oder gar nicht unterscheidbar.
Die Ovale Kleesandbiene bevorzugt Schmetterlings-, Korb- und Kreuzblütler. Anders als viele Sandbienen bildet sie zwei Generationen von April bis Juni und von Juli bis September.
Ackerhummeln sind anpassungsfähige Kulturfolger. Die Jungköniginnen sind schon Anfang April zu beobachten. Die Ackerhummel gehört zu den langrüsseligen Hummelarten und kann den Nektar auch in tiefen Blütenkelchen erreichen. Sie ist sehr friedlich und im August leben im Nest 60 bis zu 150 Tiere. Dann schlüpfen auch Königinnen sowie Drohnen aus unbefruchteten Eiern. Diese Weibchen paaren sich und suchen einen geschützten Platz zur Überwinterung. Sie gründen als Jungköniginnen im Frühjahr einen neuen Staat und der Kreislauf beginnt von vorn.
Die Wald-Kuckuckshummel parasitiert Wiesenhummeln, aber auch Baum- und Steinhummeln. Sie ist nicht nur in Wäldern sondern auch auf Wiesen zu finden. Erkennbarist sie an rötlichen Fransen am Hinterleibsende.
Die Familie der Raubfliegen zählt weltweit etwa 7.500 Arten, davon 81 in Deutschland. Sie sind vom Foto schwer bestimmbar. Die Fliegen ernähren sich von im Flug mit den Vorderbeinen gepackten Insekten. Die Larven der meisten Arten leben im Boden und ernähren sich von anderen Insektenlarven. Ihre Entwicklung kann mehrere Jahre dauern.
Die Schwarze Habichtsfliege ist von Mai bis Juli anzutreffen und weit verbreitet. Weibchen sind an einem rotbraunen Fleck am Hinterleib erkennbar
Die Gemeine Breitstirnblasenkopffliege gehört zu Familie der Dickkopffliegen. Die Art ist häufig und von Mai bis September zu finden. Die Fliegen sind Blütenbesucher, die Larven sind Parasiten von Hummeln.
Weltweit sind ca. 8.000 Arten Raupenfliegen beschrieben, in Mitteleuropa leben etwa 500. Alle Arten sind Parasiten von Larven, Puppen, erwachsenen Insekten oder anderen Gliederfüßlern. Oft sind sie auf eine einzige oder wenige Arten als Wirt spezialisiert. Sie verhindern oft die Massenvermehrung ihrer Wirte. Die Larven bohren sich in den Wirt und entwickeln sich im Inneren. Fliegen ernähren sich von Blütennektar, Pollen und Honigtau.
Die leicht erkennbare Breitflügelige Raupenfliege fliegt von Mitte Mai bis Ende September und ist regelmäßig auf unserer Wiese zu finden. Sie parasitieren meist Baumwanzen, aber auch Wanzen anderer Familien.
Keinen geläufigen deutschen Namen hat die Raupenfliege Cylindromyia brassicaria, obwohl sie gelegentlich Kohlwanzenfliege genannt wird. Die Tiere fliegen von Ende Mai bis Ende September. Sie parasitieren bevorzugt Baumwanzen, wie z. B. die hier vorgestellten Streifen-, Purpur-, oder Beerenwanzen.
Bevorzugte Nahrungspflanzen der Streifenwanze sind Doldenblütler wie Wilde Möhren. Dort saugen sie an den reifenden Samen. Pro Jahr wird eine Generation ausgebildet, die ausgewachsenen Tiere überwintern im Bodenstreu oder im Moos. Zur Kommunikation nutzen die Wanzen Bauchvibrationen, welche durch die Pflanze übertragen werden. Die Art ist regelmäßig und in großer Zahl auf unserer Wiese zu finden.













