iNUVERSUMM Logo

Veröffentlicht: 07.09.2026, 14:13:38

Juli-Gäste

Blog-Eintrag:

In Deutschland sind 39 Maskenbienen-Arten bekannt. Den Namen haben sie von der weißen oder gelben Zeichnung im Gesicht welche bei Männchen vollflächig sind und bei Weibchen nicht. Die mit nur 4 bis 10 mm sehr kleinen Bienen lassen sich nur schwer unterscheiden. Da Maskenbienen unbehaart sind, verschlucken sie auch den Pollen und transportieren ihn im Kropf ins Nest. Dort würgen sie ihn zusammen mit dem Nektar wieder aus. Die Brutzellen werden meist in vorhandenen Hohlräumen angelegt und mit Hilfe von Drüsensekreten gebaut.

15 Arten von Seidenbienen sind in Deutschland bekannt. Fünf davon sind nur regional anzutreffen und 2 gelten schon als verschollen. Die häufigen Arten sind nur vom Foto schwer zu unterscheiden. Ihren Namen verdankt die Art der seidigen Auskleidung ihrer meist unterirdischen Brutzellen, die aus Drüsensekreten gebildet wird. Diese schützt die Wandung auch gegen Pilz- und Bakterienbefall. Auf unserer Wiese könnte es sich um Buckel-Seidenbienen handeln, auch Gemeine Seidenbiene genannt. Sie fliegt vom Juni bis Anfang September. Sie ist spezialisiert auf Korbblütler und nistet grundsätzlich in Steilwänden, nimmt aber Nisthilfen aus Lehm und Ton an. In unserer Nisthilfe sind geeignete Lochziegel vorhanden. Sie ist von zwei anderen, ähnlichen Arten schwer zu unterscheiden, am ehesten durch den Buckel, der durch schütteres Haar am Vorderleib durchscheint. Männchen erkennt man meist an längeren Fühlern und am Fehlen von Pollensammelapparaten.

Ein leuchtend roter Hinterleib hat den ca. 25 in Deutschland lebenden Blutbienen-Arten den Namen gegeben. Sie legen ihre Eier bevorzugt in die Nester von Sand-, Furchen- und Schmalbienen. Besonders die kleinen Arten sind auf Fotos schwer unterscheidbar.

Erstmalig habe ich einen Braunen Waldvogel auf der Wiese gefunden. Die Falter leben auf grasigen Waldlichtungen oder Wiesen mit Gebüschen oder Hecken und bilden eine Generation von Mitte Juni bis Ende August. Raupennahrung sind wie bei allen Augenfaltern zahlreiche Gräser. Die Raupen überwintern. Sie verpuppen sich im Mai oder Juni des nächsten Jahres in einem Gespinst zwischen den Grashalmen und brauchen dazu ungemähte Flächen.

Auch erstmalig konnte ich einen Ulmen-Zipfelfalter auf der Wiese beim Blütenbesuch beobachten. 
Der wissenschaftliche Name Satyrium w-album kommt von der weißen Linie in der Form eines “W” auf der Flügelunterseite. Ulmen-Zipfelfalter sind an blühfähige Ulmen gebunden und leben oft im Kronenbereich der Bäume. Auf benachbarten Wiesen lassen sich die Falter gelegentlich an Blütenpflanzen beobachten. Die Weibchen legen ihre Eier an der Basis von Blüten- und Blattknospen ab. Die Eier überwintern und Raupen schlüpfen erst im nächsten Frühling und ernähren sich von frischen Trieben und später von Blättern. 

Die Gemeine Skorpionsfliege bevorzugt schattige und feuchte Gebiete und dürfte dies am nahen Gondler finden. Sie ernährt sich meist von toten oder geschwächten Insekten. Zur Paarung übergeben Männchen ein Nahrungsgeschenk. Larven sehen Schmetterlingsraupen ähnlich und ernähren sich wie die erwachsenen Tiere. Der Name der Familie Skorpionsfliegen bezieht auf das Ende des Hinterleibs der Männchen, welches dem Stachel eines Skorpions ähnelt. Der Kopf der Skorpionsfliegen ist schnabelartig verlängert. Die Familie umfasst in Deutschland fünf Arten.

Die häufig vorkommenden drei Arten der Gruppe von braun gefärbten Grashüpfern lassen sich auf Fotos nicht unterscheiden, sondern sind nur am Gesang sicher zu bestimmen. Zur sogenannten Bigittulus-Gruppe gehören der Nachtigall-Grashüpfer (Chorthippus biguttulus), der Braune Grashüpfer (Chorthippus brunneus) und der Verkannte Grashüpfer (Chorthippus mollis). Sie alle teilen den Lebensraum: trockene und warme Magerwiesen, Wegränder und Brachen, gern mit sandigem Untergrund und unbewachsenen Stellen. Die Arten ernähren sich von Gräsern und die Weibchen legen die Eier in den Boden.

Fotos:

Maskenbiene, weiblich
Maskenbiene, weiblich © UR
Maskenbiene, weiblich
Maskenbiene, weiblich © UR
Seidenbiene, männlich
Seidenbiene, männlich © UR
Seidenbiene, weiblich
Seidenbiene, weiblich © UR
Blutbiene, männlich
Blutbiene, männlich © UR
Brauner Waldvogel
Brauner Waldvogel © UR
Ulmen-Zipfelfalter
Ulmen-Zipfelfalter © UR
Gemeine Skorpionsfliege, männlich
Gemeine Skorpionsfliege, männlich © UR
Braun gefärbter Grashüpfer
Braun gefärbter Grashüpfer © UR