Mehrere Wildbienenarten flogen im August auf der Wiese. Ohne deutschen Namen ist die Filzbiene Epeolus variegatus. Filzbienen sind in Deutschland mit fünf Arten vertreten. Alle fünf parasitieren vorrangig Seidenbienen. Die einzelnen Arten sind nur schwer unterscheidbar. Epeolus variegatus parasitiert verschiedene Seidenbienenarten, u. a. die hier schon vorgestellten Buckel-Seidenbienen.
Goldbraune Furchenbienen (Halictus subauratus) werden nur 7 bis 8 mm groß. Sie sind auffallend schön goldbraun gefärbt und haben eine soziale Nist- und Lebensweise: Vier bis fünf unbegattete Sommerweibchen versorgen zusammen mit der überwinterten Mutter die Brut. Die späteren Weibchen werden befruchtet und überwintern.
Ein Männchen der Gelbbindigen Furchenbiene (Halictus scabiosae), erkennbar an den gelben Beinen sitzt auf einer Flockenblume. Die Art bilder mehrere Generationen im Jahr. Auch sie nisten sozial. Begattete Weibchen überwintern zusammen in ihrem Geburtsnest. Im Mai legt nur eines der Weibchen Eier, während die anderen die Brut versorgen. Mit dem Schlüpfen der Brut gründen die Arbeiterinnen eigene Nester.
Gemeinsam mit einer Goldbraunen Furchenbiene sehen wir auf dem Rainfarn eine Gemeine Wiesenwanze (Lygus pratensis). Männchen sind rotbraun, die Weibchen sind bräunlich-grün gefärbt. Sie saugen den Saft verschiedener krautiger Pflanzen aber auch Blütennektar. Die erwachsenen Tiere überwintern.
Stabile Populationen auf der Wiese bilden Kleine Wiesenvögelchen, Sonnenöschenbläulinge, Kleine Feuerfalter, Hauhechelbläulinge und Zünsler wie der Agriphila inquinatella. Letzterer ist allerdings selten beim Trinken zu beobachten, weil die Art dämmerungs- und nachtiv ist.
Auch das letzte Bild zeigt zwei Tiere auf dem Rainfarn. Ein Stachelkäfer (Mordellidae sp.) teilt sich die Blüte mit einer nicht bestimmbaren Wildbiene, wahrscheinlich eine Schmalbiene. Die Familie der Stachelkäfer umfasst weltweit etwa 2.000 Arten. In Mitteleuropa gibt es weit über 100, oft sehr schwer bestimmbare Arten. Die Käfer ernähren sich von Pollen und Nektar, ihre Larven entwickeln sich im morschen Holz. Der Stachel dient der Eiablage in das Holz.











