Im April gab schon mehr Insektenleben zu beobachten, Scharbockskraut, Gundermann und Löwenzahn lockten mit ihren Blüten. Als frühe Bienenweide ist Löwenzahn wertvoll, bietet reichlich Pollen und Nektar und sollte deshalb auf jeder Wiese blühen dürfen. Auch Scharbockskraut blüht schon zeitig und lockt Insekten. Gundermann zählt zu den wichtigsten Frühjahrsblumen für Wildbienen und andere Insekten, wie Schwebfliegen oder Käfer. Früher wurde Gundermann als Heil- und Gewürzpflanze sowie Gemüse verwendet.
Die Gemeine Stiftschwebfliege wird auch als Langbauchschwebfliege bezeichnet. Ihre Larven ernähren sich von Blattläusen, überwintern und verpuppen sich im nächsten Frühjahr.
Die oft sehr kleinen Schmalbienenarten sind auf Fotos kaum unterscheidbar. Sie werden Schmalbienen genannt, weil die meisten Arten einen schmalen Körperbau haben.
Etwa ein Viertel unserer Wildbienenarten lebt parasitisch. Solche Wildbienenarten werden auch Kuckucksbienen genannt. Trauerbienen kommen in Deutschland nur mit zwei Arten vor. Ihren deutschen Namen tragen sie von der meist tiefschwarzen Färbung mit weiß behaarten Flecken. Die Gemeine Trauerbiene parasitiert verschiedene Pelzbienen-Arten.
Pelzbienen-Männchen erscheinen bis zu drei Wochen früher als Weibchen. Sie nisten in Steilwänden, Mauerspalten oder vegetationsfreien Bodenstellenin selbstgegrabenen Nestern in der Erde. Die Rotbürstige Pelzbiene und die Frühlings-Pelzbiene sind auf unserer Wiese heimisch. Beide fliegen ab März in einer Generation und in zwei Farbvarianten, schwarz oder bräunlich behaart. Rotbürstige Pelzbienen haben auffällig grünlich-bläulich punktierte Augen.
Wespenbienen werden wegen ihrer Ähnlichkeit mit Wespen so genannt. In Deutschland sind rund 60 Arten bekannt, welche überwiegend Sandbienen parasitieren. Sie sind oft schwer unterscheidbar. Hier handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um zwei Arten ohne deutschen Namen: Nomada cf. flavoguttata und Nomada cf. goodeniana.
Stiefmütterchen sind die Raupennahrung des Kleinen Perlmuttfalters. Auf nährstoffarmen und trockenen Böden kommen Wilde Stiefmütterchen und Acker-Stiefmütterchen vor. Beide bieten Nektar und Pollen. An der Blüte des Acker-Stiefmütterchens trinkt ein Wollschweber Nektar. Die Tiere fliegen von März bis Juni. Die Larven sind Parasiten von Solitärbienen und Grabwespen. Bei dem abgebildeten Exemplar handelt es sich um eine der kleineren Arten, vermutlich um Bombylius cf. canescens oder B. cf. minor.











