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Veröffentlicht: 10.07.2020, 16:23:46

SW294 BUND Chemnitz: Wiesenpflege im 1.Halbjahr 2020

Beschreibung

Auch wir waren dieses Jahr schon sehr aktiv auf unserer
Schmetterlingswiese. Bereits am 15.02.2020 fand der erste große Einsatz statt.
Ziel war es die Büsche und Bäume etwas zu reduzieren um eine zu starke
Verbuschung zu verhindern. Dazu fanden sich einige Mitglieder Regionalgruppe
und andere Freiwillige auf der Wiese ein. Alle packten fleißig mit an, sodass
wir auch einiges geschafft haben und uns so die Mahd im Sommer auch etwas
erleichtert wurde. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir auch noch bei schönem Wetter
ein tolles Picknick auf der Wiese machen. Ab März wurde die Pflege der Wiese
durch den Corona-Ausbruch etwas eingeschränkt. Lediglich in Einzelmaßnahmen
oder im Familienrahmen konnte auf der Wiese gearbeitet werden. So konnten
weitere Stellen vom gehäckseltem Holz und Unrat befreit werden. Einige Bereiche
mit freien Bodenstellen haben wir gleich mit Wildblumensamen versehen. Auch war
so mehr Zeit um mal zu schauen, was alles in so einem milden Frühjahr auf der
Schmetterlingswiese unterwegs war. So fanden sich zahlreiche Wildbienen und
auch Schmetterlinge an den Weidenkätzchen ein. Aber überall auf der Wiese waren
Insekten zu finden. Darunter waren Dornschrecken, Falter, Wollschweber, Wanzen,
Käfer und andere Insekten. Die Vielzahl der Insekten zeigt uns, dass unser
Einsatz wichtig ist und sich auch lohnt. Aber auch die Pflanzenarten sollten
nun einmal bestimmt werden. So machte sich Astrid, unsere BFD´lerin mal die
Mühe und erstellte in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde eine
Artenliste. Es machte uns schon richtig neugierig, was uns im Sommer so alles
begegnen wird und wie die Wiese sich im Vergleich zum Vorjahr verändern wird.

Pünktlich zum Sommerbeginn konnten unsere geplanten Veranstaltungen
wieder stattfinden. Die Abstandsregeln waren auf der Wiese ja gut einzuhalten
und so fand am 13.06.2020 der erste gemeinsame Arbeitseinsatz statt. Es wurde
die Sense geschwungen und der Balkenmäher kam auch zum Einsatz. Da es der erste
richtig warme Tag des Jahres war, machte uns die Hitze doch ordentlich zu
schaffen und wir kamen nicht so gut voran wie wir es uns erhofft hatten.
Deshalb veranstalteten wir zwei Wochen später erneut einen Arbeitseinsatz um
einige der Heuhaufen zu entsorgen. Gerade diese Entsorgung stellt uns bei der
riesigen Fläche immer wieder vor große Herausforderungen. Das Mähen mit dem
Balkenmäher dagegen funktioniert eigentlich sehr gut, sodass wir die meisten
Flächen einmal im Jahr mähen können. Die vielen Ameisenhügel stellen im hohen
Gras eine Herausforderung dar. Denn allzu oft sollte man nicht mit dem
Balkenmäher hineinfahren. Zudem haben wir auch nochmal mit der Unteren
Naturschutzbehörde die Pflege der Feuchtbiotope geklärt und die geplante
Mahdgutübertragung aus einem benachbarten Naturschutzgebiet besprochen. Fakt
ist, wir müssen unsere Flächen noch mehr ausmagern, damit die gewünschten
Blühpflanzen sich noch mehr ausbreiten können.  

Von Wiesentagfaltern war bis Mitte Juni, bis auf ein paar
Wiesenvögelchen und zwei Bläulingen, noch nicht allzu viel zu sehen. Sie waren
dieses Jahr scheinbar etwas später dran. Dafür hatte der Regen im Frühling für
einen Wachstum der Blühpflanzen gesorgt. So war der eingesäte Bereich geprägt
von Margeriten und viel Vogelwicke. Ziel ist es nun die Ruderalpflanzenarten
weiter einzudämmen und die Wiesenblühpflanzen in ihrer Ausbreitung zu fördern.   

Fotos